Test: Luftbefeuchter Oskar von Stadler Form

Oskar Luftbefeuchter weiß
Oskar Luftbefeuchter weiß von Stadler Form

Luftbefeuchter können das Raumklima verbessern. Nicht nur im Winter leiden viele unter zu trockener Luft und damit unter schlechtem Raumklima in den eigenen vier Wänden. Auch im Sommer sollte die Luftfeuchtigkeit nicht unter die empfohlenen Werte sinken.

Wir haben uns daher einmal den Luftbefeuchter Oskar von Stadler Form näher angesehen und in einem Langzeit-Test von drei Monaten geprüft.

Luftbefeuchter für gutes Raumklima

Die empfohlene Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen und Arbeitszimmern  liegt zwischen 40 – 60 %. Dann empfindet man das Raumklima als angenehm und kann auch im Winter die Räume gut heizen.

Gerade im Winter geht die Luftfeuchtigkeit stark nach unten, einmal weil die Heizung ständig läuft und auch die kalte Außenluft weniger Feuchtigkeit speichern kann.

Design top – Funktion auch?

Daher haben wir uns im Januar den Luftbefeuchter Oskar von Stadler Form zugelegt. Warum gerade diesen? Nun, er sieht einfach klasse aus und passt damit optimal in einen Design-affinen Haushalt. Aber „nur  schick“ reicht eben nicht. Daher haben wir ihn gleich auch in einen Langzeit-Test mit reingenommen.

Das Schweizer Produkt wird in Deutschland bei zahlreichen Designshops angeboten. Wir haben Oskar bei Rove Design Shop bestellt und das Gerät nach 5 Tagen gut verpackt und sicher erhalten.

Abbildung Oskar Luftbefeuchter
Luftbefeuchter Oskar von Stadler Form

Der Aufbau ging äußerst schnell und einfach von der Hand. Gerät aus dem Karton, Filter aus dem Karton und einfach eingesetzt. Zuletzt entfernt man noch den Transportschutz am „Duftstein“ und schon kann man den guten Oskar mit Wasser befüllen.

Dazu einfach die seitlich angebrachte Einfüllklappe mittels leichtem Druck öffnen und mit einer Gießkanne oder Getränkeflasche komplett füllen.

Oskar Luftbefeuchter mit der Befüllungsklappe
Blick von vorne auf den Luftbefeuchter Oskar mit geschlossener Befüllungsklappe.

Oskar ist recht „durstig“. Er fasst ganze 3,5 Liter Wasser. Damit konnten wir zu Beginn der Befeuchtungsphase Oskar einige Stunden  laufen lassen, bevor er sich selbständig abstellte. Auch das ist ein großes Plus.

Oskar Luftbefeuchter von Stadler
Oskar Luftbefeuchter mit geöffneter Befüllungsklappe zum Befüllen, auch während des Betriebs

Wasserversorgung im laufenden Betrieb

Äußerst praktisch fanden wir auch die Möglichkeit, den Luftbefeuchter während des Betriebs mit Wasser zu versorgen. Die seitlich neben der Befüllungsklappe angebrachte Wasserstandsanzeige war gut abzulesen, sodass man den Luftbefeuchter auch vor dem automatischen abstellen mit Wasser versorgen könnte, ohne das Gerät auszustellen und den Deckel abzuheben. Sehr praktisch und nicht selbstverständlich.

Wasserstandsanzeige Oskar
Oskar Luftbefeuchter mit gut ablesbarer Wasserstandsanzeige

Luftbefeuchtung marsch!

Nun geht es zur eigentlichen Luftbefeuchtung. Oskar steht in einem rund 40 qm großen Wohnraum im Erdgeschoss eines Hauses mit Parkett, einigen Holzmöbeln, einer Ledercouch und einem Kuhfell. Warum wir das hier so genau beschreiben? Dazu später mehr.

Wir hatten nun Filter eingesetzt, Wasser bis zum Füllstrich aufgefüllt und erst einmal kein Duftöl eingefüllt. Deckel drauf und los ging’s. Wie man auf dem nachstehenden Bild erkennen kann, haben wir Oskar auf der höchsten Stufe begonnen. Hierzu betätigt man die äußerst dezenter Knöpfe über dem Ein-/Aus-Schalter und lässt alle links angeordneten LEDs aufleuchten.

Oskar Luftbefeuchter von oben
Oskar Luftbefeuchter mit Komtroll-LEDs zum Dimmen

Beim Hygrostat lassen sich folgenden Stufen wählen:

  • 40% relative Luftfeuchtigkeit (1 LED),
  • 45 % (2 LEDs),
  • 50 % (3 LEDs),
  • 55 % (4 LEDs),
  • durchgängiger Betrieb (5 LEDs).
Oskar Luftbefeuchter in Betrieb
Oskar Luftbefeuchter im Betrieb

Gute Luft mit Duft

Wer nicht nur gesunde Luftfeuchtigkeit in seinen Räumen haben möchte, sondern diese auch von wohligen Düften wie Minze oder Ähnlichem durchströmen lassen möchte, der findet in Oskar den richtigen Luftbefeuchter, da er in der Befüllungsklappe einen kleinen Duftöl-Behälter integriert hat.

Oskar Luftbefeuchter mit Duftbehälter
Oskar Luftbefeuchter mit Duftbehälter

Hier lassen sich ätherische Öl einträufeln und schon verströmt Oskar einen angenehmen  Duft. Auch das ist äußerst praktikabel gelöst.

Duftöl-Behälter des Oskar Luftbefeuchters
Oskar Luftbefeuchter kann auch mit Duftöl zusätzlich betrieben werden

Unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen

Die übrigen LEDs zeigen die Geschwindigkeitsstufen an (1 LED normale Verdunstungsleistung, zwei LEDs für eine hohe Verdunstungsleistung).

Wassertank leer, LED rot
Ist Wassertank leer, schaltet sich der Luftbefeuchter selbst ab und spart damit Strom – die LED leuchtet rot.

Die mitgelieferten Filter lassen sich ganz einfach einsetzen und sollen laut Hersteller jedes Jahr ausgetauscht werden.

Geöffneter Luftbefeuchter Oskar mit den beiden Filtern und dem Silberwürfel am Boden des Wassertanks.

Stromverbrauch ist absolut akzeptabel

Oskar Stromverbrauch
Stromverbrauch des Luftbefeuchter Oskar

Mit einem Leistungsverbrauch von durchschnittlich 12 Watt während des Betriebs in der höchsten Stufe ist Oskar wirklich sparsam.

Wir haben einen Stromverbrauchszähler für 22 Stunden drangeklemmt und hatten in dieser Zeit gerade einmal 0,22 EUR Stromkosten.  Das ist wirklich akzeptabel.

Silber Würfel – Ionic Silver Cube™

Der Silber Würfel verhindert durch stetige Abgabe von Silberionen das Keim- und Bakterienwachstum im Luftbefeuchter. Der Einsatz des Silber-Würfels führt zu einem hygienischen Raumklima. Die Wirkzeit des Silber Würfels ist ein Jahr.

Auch das ist ein absolutes Plus von Oskar, denn zahlreiche Luftbefeuchter werden nach einer gewissen Zeit zu absoluten Keimschleudern.

Form und Funktion – nicht ganz!

Wir haben Oskar in der oben näher beschriebenen Umgebung mehrere Wochen werkeln lassen. Da er sehr leise war er, haben wir nicht sehr viel mitbekommen. Doch leider war auch von einer steigenden Luftfeuchtigkeit, selbst nach mehreren Wochen nichts zu merken. Der Hygrometer zeigte lediglich rund 40% Luftfeuchtigkeit an. Und das obwohl Oskar auf voller Stufe durchgehend lief.

Wir haben uns daraufhin an den Verkäufern gewandt, der wiederum die Anfrage an den Hersteller weitergeleitet hat. Nachfolgend seien hier ein paar Passagen der Antwort wiedergegeben:

„…Zuerst einmal „schlucken“ die Möbel und der Fußboden eine Menge Wasser, bis diese gesättigt sind. Es dauert also durchaus oftmals mehrere Tage, bis die Luftfeuchtigkeit merklich steigt, das ist nicht ungewöhnlich…“

Das macht Sinn, doch bei uns lief Oskar mehrere Wochen durchgehend auf der höchsten Stufe, ohne dass er sich selbst runtergeregelt hätte oder die Luftfeuchtigkeit merklich angestiegen wäre.

„…Sie füllen auch Wasser in den Oskar nach, er arbeitet also und verteilt den Wasserdampf im Raum. Der Fehler ist hiernach nicht im Gerät, sondern ist wahrscheinlich eher in der Wohnumgebung zu suchen…“

Dass Oskar arbeitet war auch festzustellen, doch leider für unseren Test nicht effektiv genug.

„…z.B. sinkt natürlich die Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften wieder, besonders wenn es draußen sehr kalt ist (kalte Luft ist schneller mit Wasser gesättigt als warme)…“

Das war in der Tat auch der Fall, doch ein Anstieg in Bereiche eines gesunden Wohnklimas konnte Oskar leider bei uns nicht vollbringen.

„Auch könnte es sein, dass Sie ggf. eine Leckage in der Dampfbremse / Dämmung haben und der Wasserdampf so nach oben entweicht? Das sind natürlich nur Mutmaßungen und eine finale Analyse kann sicherlich nur vor Ort von einem Fachbetrieb erfolgen…“

Das war im konkreten Einsatzort (Wohnzimmer im Erdgeschoss) definitiv nicht die Ursache.

„…Zur Abklärung könnten Sie noch folgenden Test machen: Auf Dauerbetrieb befeuchten, bei geschlossenen Fenstern und Türen. Hygrometer beobachten, Wasser mindestens drei Mal nachfüllen. Wenn dann keine Steigerung zu erkennen ist, wird es wahrscheinlich wirklich an der Umgebung liegen…“

Diesen Test und seine Aussagekraft konnten wir dann im Ergebnis nicht nachvollziehen. Denn wieso soll es (wirklich) an der Umgebung liegen, wenn Oskar dreimal komplett die Feuchtigkeit abgibt, aber keine Steigerung der Luftfeuchtigkeit zu messen ist? Könnte es dann nicht auch an Oskar liegen?

Manchmal reicht eben doch auch „nur schick!“

Wir halten Oskar trotz der für uns nicht messbaren Steigerung der Luftfeuchtigkeit für ein stylisches Wohnobjekt. Wir haben bisher kein vergleichbar schicken und durchdachten befeuchtet gefunden.  Und manchmal reicht das ja auch, um sich aneinem Produkt zu erfreuen.

Und irgendwo muss Oskar ja das ständig nachgefüllte Wasser auch verteilt haben!

Weitere Testberichte sind in der Rubrik Gadgets und Produkttests zu finden.