Private Cloud und Home Server mit Synology NAS | Andreas Hofmann | mitp-Verlag

Private Cloud und Home Server mit Synology NAS | Andreas Hofmann | mitp-Verlag
Private Cloud und Home Server mit Synology NAS

Wie heißt es so schön: „Kein Update, kein Mitleid“. Viele Nutzer erkennen den Vorteil eines sicheren Backups meist erst dann zu schätzen, wenn sie verlorengegangene Daten suchen.

Nicht jeder möchte seine Daten den bekannten Cloud-Anbietern anvertrauen und sucht daher nach Alternativen. Da kommt dann meist der Gedanke, eine eigene private Cloud oder einen Home Server zu betreiben. Was bietet sich da mehr an, als ein eigenes NAS (= Network Attached Storage) zu betrieben.

Was man damit alles machen kann, wie die ersten Installationsschritte ablaufen und wie Datenverwaltung, Multimedia und nicht zuletzt Sicherheitsmaßnahmen ablaufen, zeigt das 600 Seiten umfassende Praxis-Handbuch „Private Cloud und Home Server mit Synology NAS“ von Andreas Hofmann aus dem mitp-Verlag.

Einstieg in das Thema NAS

Vermutlich wird man sich dieses Buch zulegen, weil man bereits ein NAS von Synology besitzt. Dennoch beginnt der Autor mit den Grundlagen und den unterschiedlichen Serien und Modellen. Gedacht ist das Buch für den interessierten und IT-affinen Privatanwender, insbesondere weil die Modelle von Synology im Fokus stehen, die für den Privateinsatz oder kleinere Unternehmen eignen. Die Serien und speziellen Funktionen und Anwendungen, die Synology für den gewerblichen Großkunden vorbehält, werden nicht behandelt. Das ist auch gut so, gehen die Anforderungen doch bei dieser Zielgruppe in andere Bereiche.

Der Autor geht in dem ersten Teil auf die Auswahl des richtigen Geräts und der dazu passenden, speziellen Festplatten ein. Wie die Festplatten zu konfigurieren sind, wird ebenfalls beschrieben. Danach erfährt man wie das Gerät zusammengebaut aufgestellt und installiert wird. Sodann gibt es einen ersten Überblick über den speziell von Synology entwickelten DiskStation Manager ein. Am Ende des Grundlagenkapitels erfährt man noch etwas zur Benutzerverwaltung, also wie Benutzer angelegt bearbeitet oder gelöscht werden.

Daten – Daten – Daten

Nutzer eines NAS steht sicherlich die sichere und zuverlässige Speicherung und Bereitstellung der eigenen Daten seien Dokumente, Bilder oder Videos. Jeder weiß aus eigener Erfahrung: Man kann nie genug Speicher haben.

In dem danach folgenden II. Kapitel befasst sich der Autor mit der Kernfunktionalität eines NAS, nämlich mit der Verwaltung und Bereitstellung von Dateien und geht dabei darauf ein, wie man die Daten alleine oder auch im Verbund mit mehreren Personen verwendet. Für den Fall der verteilten Nutzung erfährt der Leser wie die Berechtigungen eingerichtet und konfiguriert werden. Hier unterstützt der Autor an vielen Stellen mit zahlreichen Abbildungen und erleichtert damit für den Leser die individuelle Umsetzung.

Nach Darstellung weiterer Dateidienste insbesondere der Einrichtung eines WebDAV-Servers erfährt man wie man die Daten und Geräte mit einer durch das NAS bereitgestellten Cloud synchronisiert. Um diese Synology Cloud bereitzustellen, bedarf es der Installation eines von Synology bereitgestellten Pakets. Hilfreich sind hier die unterstützenden Anmerkungen des Autors bei der Auswahl des korrekten Installationspakets im Paket-Zentrum von Synology. Hier erkennt man die langjährige, praktische Erfahrung des Autos, der bereits seit langer Zeit mit Synology NAS-Systeme arbeitet.

Keine Ausrede mehr bei fehlendem Backup!

Zuletzt findet man auf dreißig Seiten eine detaillierte Darstellung des gesamten Komplexes „Backup“. Dabei geht der Autor auf unterschiedliche Methoden ein, wie die Datensicherung auf dem NAS, die Wiederherstellung, Sicherung mit Windows-Bordmitteln, mittels Apple Time Machine oder unter Zuhilfenahme des Synology-Pakets „Hyper Backup“.

Nach dem Einstieg kommt die Konfiguration

In dem nun folgenden fast 100 Seiten starken Kapitel erfährt man alle notwendigen Informationen zur Konfiguration des NAS. Der Autor richtet sich dabei an den fortgeschrittenen Anwender, der sein NAS über das Internet erreichbar machen möchte, und mehr darüber wissen möchte, wie das auch mit der notwendigen Sicherheit erfolgen kann. Abschließend befasst er sich mit der Überwachung und Anpassung des NAS in der entsprechenden Umgebung.

Du kommst hier nicht rein!

Wichtige Themen in diesem Kapitel sind die Router-Konfiguration, Portfreigabe, Namensauflösung, aber auch SSL-Verschlüsselung und Let’s-Encrypt-Zertifikate. Im Bereich „Sicherheit“ erfährt man Allgemeines zur sicheren Benutzerverwaltung, Passwörtern, einer notwendigen Verschlüsselung Und nicht zuletzt zur korrekten Konfiguration der integrierten Firewall. Im letzten Kapitel des 3. Teil bekommt man die notwendigen Informationen darüber, wie man den Betrieb des NAS für sich individuelle anpasst und die Funktionsfähigkeit überwachen und sich bei Fehlfunktionen benachrichtigen lassen kann – alles dreht sich hier um das Anwendungsportal als zentrales Element der Verwaltung.

Der eigene Server ist nicht mehr weit

Eine NAS lediglich zur Speicherung und Sicherung von Daten zu verwenden, wäre in etwa so als würde man ein Auto nur im ersten Gang fahren. Eine NAS kann mehr und das will man in der Regel auch ausreizen, nämlich es als einen eigenen Homeserver verwenden. Wie das genau funktioniert, welche Pakete installiert werden müssen und was bei der Einrichtung des Homeservers beachtet werden muss, erfährt man im nächsten Teil des Handbuchs.

Server wechsle Dich!

Egal ob man mit dem NAS als DLNA-Server auf seine Multimedia-Dateien zugreifen, seine Bilder verwalten oder die Musik oder Videos mittels der passenden Streaming-Funktion abspielen lassen möchte, alles wird genau Schritt-für-Schritt erklärt und mit reicher Bebilderung beschrieben.

Aber nicht nur als Medien-Server kann das NAS eingesetzt werden, sondern und das wird vornehmlich das Einsatzgebiet sein, auch als Plattform zum Umgang und Kollaboration mit Office-Dateien. Dies und weitere Funktionen erklärt der Autor sehr detailliert auf den folgenden Seiten, bis er am Ende auf die E-Mail-Server und Download-Management und die Möglichkeit zur Videoüberwachung eingeht.

Und zum Schluss etwas für Experten

Anders als bei den vorangegangenen Teilen befasst sich der Autor im letzten Kapitel mit einem eher für die Experten gedachten Thema. Die Einrichtung des NAS als Webserver und der Betrieb der NextCloud wird hier im Einzelnen erklärt, doch man sollte putty, bash-scripting und der Kommandozeile auskennen, da es zum Schluss nochmal ans Eingemachte geht.

Fazit – Empfehlungen der Redaktion

Wer sich in das Thema NAS und konkret in die von Synology Angebotenen Modelle einarbeiten und sich vertieft damit befassen möchte, ist dieses Werk Buch ein absolutes Muss.

Entweder man liest das Buch von vorne bis hinten durch, was ich anbietet wenn man sich zuerst erstmals mit dem Thema auseinandersetzt oder man nimmt das Buch zu Hand wenn man sich in ein spezielles Thema konkret einarbeiten möchte für beide Anwendungsformen halten wir das Buch für geeignet.

Bibliographische Angaben

Leider haben wir kurz nach Beendigung dieser Rezension festgestellt, dass der Titel in einer nunmehr aktualisierten zweiten Auflage erschienen ist. Die hier vorliegende Rezension hatte noch die 1. Auflage zum Gegenstand. Wir gehen allerdings nicht davon aus dass ich sehr viel geändert hat, möglicherweise wurden neuere Modelle von Synology betrachtet.

Wir nennen hier nun die bibliographischen Angaben der nunmehr aktuellen 2. Auflage.

Private Cloud und Home Server mit Synology NAS von Andreas Hofmann
2. Auflage 2022
608 Seiten

ISBN: 9783747504765

Buch 29,99 €
E-Book 25,99 €
Buch & E-Book 34,99 €

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